x 

Ihr Warenkorb ist noch leer.

India Pale Ale ist der Nektar der amerikanischen Craft Beer Szene. Der Bierstil stammt aus der britischen Kolonialzeit. Eine der wichtigsten Kolonien des britischen Königreichs war Indien. Da von keinem der britischen Kolonialherren erwartet werden konnte, über Millionen indischer Bauern ohne ein gepflegtes Feierabendbier zu regieren, schifften die Briten Unmengen Pale Ale zu diesen geplagten Seelen.

Dabei gab es zwei Probleme. Das Bier war mit 3-4% Alkohol sehr lasch und die Fässer, in denen das Bier transportiert wurde, waren alles andere als keimfrei. Nach ca. sechs Monaten auf hoher See, bei wechselnden Temperaturen bis 30°, schmeckte das Bier wie Hundepisse. Keine damalige Brauerei konnte so ein Bier verkaufen (damals gab es auch noch keine Brauerei, die ihr Bier in grüne Flaschen füllt).

hodgsonDer Legende nach kam als erstes die Brauerei Hodgson’s Bow aus Burton-upon-Trent auf die Idee ein Bier zu brauen, das diese Strapazen überstehen konnte: Hodgson Beer Ale. Sie verdoppelten den Alkoholgehalt (6-7%) und verwendeten viel mehr Hopfen als bei normalem Bier. Hopfen ist ein natürliches Konservierungsmittel. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde der Hopfen auch noch in die Fässer gestopft. Auf diese Weise überstand das Bier mit Leichtigkeit den beschwerlichen Weg nach Indien und die britischen Offiziere konnten sich das ein oder andere Pale Ale genehmigen. Die Mengen an Hopfen in diesem Bier hatten den netten Nebeneffekt, dass sich auch jede Menge hodgsons ad sydney 1833 smallHopfenaroma im Bier gelöst hat. Dadurch hatte das Bier einen ganz eigenen Charakter. Das Bier wurde in Indien so beliebt, dass auch andere Brauereien auf den Zug aufspringen wollten und das Rezept von Hodgson kopierten. Infolgedessen hat sich der Begriff “India Pale Ale” für diesen Bierstil durchgesetzt.

Genug mit Geschichtsunterricht. Was ist India Pale Ale denn heute?  India Pale Ale (IPA) ist Pale Ale (wahnsinnige Erkenntnis!) mit einem Alkoholgehalt von 5-7%. Und Pale Ale ist die britische Variante von unserem Hellen, bei dem anstelle von untergäriger Hefe obergärige Hefe verwendet wird. Außerdem wird ab und zu etwas mehr Hopfen verwendet. Aber dazu mehr an einer anderen Stelle. IPA ist extrem hopfig, da unglaubliche Mengen an Hopfen ins Bier gestopft werden. Das bedeutet, der Hopfen wird nach der Gärung ins kalte Bier geworfen, sodass sich keine Bitterkeit, sondern nur Aromen aus dem Hopfen lösen können (der Fachbegriff für diesen Prozess ist wirklich Hopfenstopfen).

Die Bitterheit liegt zwischen 35 Bittereinheiten (normales Pils) und 100 Bittereinheiten, abhängig davon wie stark das Bier ist und welchen Geschmack der Brauer erzielen möchte. Das Erstaunliche ist die Aromavielfalt der unterschiedlichen Hopfensorten. Diese Tatsache wird erst durch den Prozess des Hopfenstopfens so richtig deutlich. Die Aromen können fruchtig, tropisch, erdig, pilsig oder kräuterartig sein. Selbst Kaugummiaroma oder Geruch nach Gletschereisbonbon ist nicht auszuschließen. Daher ist es unmöglich zu sagen, wie IPA schmeckt. Das hängt hauptsächlich von den verwendeten Hopfensorten ab.

Denn im Grunde ist IPA eins: Hopfen, Hopfen und noch mehr Hopfen!

zombraeu hops